Neonicotinoid Thiamethoxam in Franken

2. März 2021
Von: 1. Vorsitzender

Das seit 2018 zur Anwendung im Freiland verbotene Neonicotinoid Thiamethoxam hat für die Zuckerrübenaussaat in Bayern eine Notfallzulassung erhalten.

Da wir als Region (Franken?) anscheinend auch betroffen sind, habe ich als Vorsitzender/Bienensachverständige folgendes Anschreiben von Südzucker bekommen:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

gemäß der Allgemeinverfügung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) über Risikominderungsmaßnahmen zur Nutzung von Zuckerrübensaatgut, welches mit Thiamethoxam zur Bekämpfung von Blattläusen als Virusvektoren gemäß Notfallzulassung nach Artikel 53 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 vom 23.12.2020 behandelt wurde vom 19.01.2021, ist Südzucker nach I. 1.2 verpflichtet, das Institut für Bienenkunde und Imkerei der Bayerischen Landesanstalt für Wein und Gartenbau, die regionalen Imkervereine und die zuständigen Bienensachverständigen in unseren Anbauregionen über den Zeitraum der Rübenaussaat zu informieren. Dieser Verpflichtung kommen wir hiermit nach.

Aufgrund der in den nächsten Tagen zu erwartenden Witterung, kann davon ausgegangen werden, dass die Zuckerrübenaussaat ab Montag, den 8.03.2021 beginnt. Der zeitliche Fortschritt der Aussaat ist abhängig vom Witterungsverlauf, erfahrungsgemäß ist sie im Normalfall bis Mitte April abgeschlossen. Sollte der Aussaatzeitraum wesentlich vom genannten abweichen, würden wir Sie selbstverständlich nochmals informieren.

Mit freundlichen Grüßen"

Ob nun Oberfranken generell, oder speziell wir im Landkreis betroffen sind bleibt für mich vorerst unklar.

 

Was das nun für uns als Imker bzw. für unsere Bienen bedeutet findet man hier (externer Link) schön zusammengefasst.

 

Des weiteren hat sich hier (externer Link) auch der Landesverband damit auseinander gesetzt. Dort ist von Flächen rund um Ochsenfurt die Rede. Inwiefern dies aber noch aktuell ist kann ich nicht sagen.

 

Es ist sicherlich kein Schaden Anbauflächen in der Nähe der Bienenstände im Blick zu behalten und bei mutmaßlichen Bienenvergiftungen zumindest einen Bienensachverständigen hinzu zu ziehen.

 

Bastian Hammer

1. Vorsitzender Imkerverein Staffelstein e.V.